Startschuss für die 3. Liga! Am Freitag, 20:30 Uhr, bestreiten Rot-Weiß Erfurt und Dynamo Dresden die erste Partie in der neuen Spielklasse. Wer gewinnt das Duell der beiden Ost-Klubs?
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Wer sind die Favoriten? Wer die Außenseiter? Diese Fragen bekamen alle Trainer, Manager und Spieler, die in der neuen dritten Liga antreten, immer wieder gestellt. Die Antwort war stets die selbe: Ich weiß es nicht. Die ersten beiden der Abschlusstabelle steigen auf. Der Drittplatzierte muss in der Relegation gegen einen Zweitligisten antreten. Sehen wir am Freitagabend bereits zwei Favoriten auf die vorderen Ränge?
Rot-Weiß Erfurt schloss die vergangene Regionalliga-Saison in der Nord-Staffel mit 56 Punkten auf Platz sieben ab. Dynamo Dresden folgte einen Punkt und einen Platz dahinter. Die Voraussetzungen für diese Saison könnten allerdings kaum gegensätzlicher sein. Während in Erfurt der Trainer Karsten Baumann gehalten und das Team nach den Abgängen von Daniel Brückner (Greuther Fürth), Matthias Holst (Paderborn) und André Maczkowiak (Essen) mit Norman Loose (Aue), Massimo Cannizzaro (HSV II), Christian Dausel (Wacker Burghausen) und Rinik Carolus punktuell ergänzt wurde, war in Dresden nicht nur das Stadion eine Baustelle: Neben dem Coach Eduard Geyer haben auch Stützen des Teams wie Ivo Ulich oder Marek Penksa den Verein verlassen – die Spieler, im Gegensatz zum Trainer, freiwillig.
Mit dem neuen niederländischen Trainer Ruud Kaiser schwappte eine Jugendwelle ins Rudolf-Harbig-Stadion. Viele junge Spieler holte der ehemalige Jugendtrainer Ajax Amsterdams nach Dresden. Die Mannschaft befindet sich also – wie die Spielstätte – im Umbau. Dementsprechend sind die Zielsetzungen. Im ersten Jahr wolle man in der dritten Liga ankommen, erst danach soll oben angegriffen werden, gab der neue Coach von sich. In Erfurt ist die Stimmung eine andere. Zwar weiß man auch hier um die Ausgewogenheit der Spielstärke in der dritten Liga, allerdings kommt Mittelmaß für den ehrgeizigen Ex-Bundesliga-Profi Karsten Baumann nicht in Frage.
Die Buchmacher scheinen dem gewachsenen Erfurter Team aus den genannten Gründen mehr zuzutrauen als der neu zusammengewürfelten Mannschaft aus Dresden. Die Quote auf einen Sieg Erfurts steht bei 2,2 (interwetten.com), für ein Unentschieden gibt es bei bwin den 3,2-fachen Einsatz zurück, für einen Auswärtssieg Dynamo Dresdens etwas weniger: das 3,1-fache.
Doch es gilt zu beachten, dass Erfurt mit Daniel Brückner (11 Tore, 15 Vorlagen) einen tragenden Pfeiler seines Gebäudes verloren hat und Albert Bunjaku, der letzte Saison 16 Mal traf, zum Auftakt ebenfalls nicht dabei sein wird.
Tipp: Sieg Erfurt @ 2,2 (interwetten.com)